Willkommen in der Hummelmühle bei Kreischa,

im herrlich romantischen Lockwitztal

Hummel LogoDie Hummelmühle zwischen Kreischa und Lockwitz gelegen, wird erstmals 1571 als „Mühle unter Burgstaddel“ am Kreischaer Wasser erwähnt. Sie gehörte in jener Zeit dem Rittergut Kleinröhrsdorf an. Über die Jahrhunderte führte die Müllerfamilie der Hummelmühle ein bescheidenes Leben. Später, aus dem Jahr 1813 wird berichtet, das beim Anmarsch der antinapoleonischen Truppen die Mühle schwer im Mitleidenschaft gezogen wurde. So kam es das der Hummelmüller erst zwei Jahre später diese Zerstörungen beseitigen konnte.

Die Mühle am Lockwitzbach, mit zwei Steinernen Mahlgängen, kaufte im Jahr 1858 Herr Julius Hermann Opitz. Das Anwesen bestand aus einem Wohnhaus mit Scheune und Wiesen. In den folgenden Jahren, 1869 bis 1874, wird alles von neuen Besitzer Türportal Opitzgrundlegend erneuert. Zu dieser Zeit führte eine Mühlgraben zum oberschlächtigen Wasserrad. Um besser auf die Wasserschwankungen des Lockwitzbaches reagieren zu können wird zusätzlich eine Dampfmaschine aufgestellt. Die Wasserkraft bleibt aber weiterhin die vorherrschende Energiequelle. Dafür spricht, das 1888 der untere Mühlgraben durch ein Wasserrohr ersetzt wird. Zehn Jahre später folgt ein zweites Rohr. Das ist die Grundlage um 1914 das Wasserrad durch eine Francis-Turbine von der Firma Voith zu ersetzen.

Bis 1900 wird das Getreide auf zwei steinernen Mahlgängen gemahlen, danach werden diese durch einen ersten Walzenstuhl der Firma GROSSE aus Lohmen ersetzt. Die Anforderungen an die Mühle steigen stetig und es werden bis 1950 drei weitere Walzenstühle der gleichen Firma aufgestellt.Bäckerei

In vielen Getreidemühlen, so auch in der Hummelmühle gab es einst eine Bäckerei. Das Brot war sehr schmackhaft und begehrt, es wurde Anfangs mit Pferdewagen, später mit Lastkraftwagen in das Umland ausgeliefert. Die kleine Mühlenbäckerei konnte jedoch nur mühsam die steigende Nachfrage decken. Und so wurde 1958 das letzte Brot gebacken. Danach wird die Bäckerei auf das Backen von Fladenbrot umgestellt. Das ist die Grundlage für die Herstellung von Semmelmehl. Nachdem 1986 auch diese Produktion eingestellt wird, werden alle Maschinen verkauft.

Die Mühle jedoch arbeitete bis 1989 als Mischfutterwerk für die LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) weiter. Nach zwei Jahren wird das gesamte Mühlanwesen verkauft. Die neue Eigentümer sanieren schrittweise die Gebäude. Nach Jahren des Stillstandes wird mit Hilfe von ABM Kräften die Mühle gesäubert und instandgesetzt. Um die Mühle zukünftig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gründet sich im Jahr 2002 der  Mühlenverein Hummelmühle e.V. Im Rahmen der Festwoche “160 Jahre erste deutsche Kaltwasserheilanstalt” in Kreischa wird das “Mühlenmuseum Hummelmühle” 2004 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem besuchten viele Interessierte aus Nah und Fern die Mühle. Leider hat sich der Mühlenverein Ende 2015 aufgelöst. Das Museum Hummelmühle- Kreischa steht aber weiterhin für interessierte nach Voranmeldung offen.

 

Weitere Mühlen am Lockwitzbach: www.lockwitztal.de

 

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